Archive for Juni, 2008

Zensur im Internet

Kein Phänomen exotischer Diktaturen

Oftmals wird die westliche Welt, namentlich Europa und die USA, als besonders freiheitsliebend und demokratisch gepriesen. Als Beispiele, wo es schlechter um Menschenrechte und Demokratie stünde, wird bspw. China genannt. In der Liste der Beispiele, was dort alles böses geschehe, wird unter anderem die Zensur des Internet genannt. Doch nicht nur in China wird das Internet zensiert - mitten in Europa geschieht das selbe.

Was ist Zensur?

Zensur ist per Definition das Verfahren eines Staates (”bzw. einer einflussreichen Organisation / eines Systemträgers”), um die Inhalte, welche Medien vermitteln bzw. der Öffentlichkeit zugänglich sind zu kontrollieren, unerwünschte Inhalte zu unterdrücken bzw. dafür zu sorgen, dass nur erwünschte Äußerungen in Umlauf kommen / abrufbar sind. In der Praxis kann das z.B. bedeuten, dass Zeitungsartikel, Zeitschriften oder Bücher vor ihrer Veröffentlichung von einem zuständigen Regierungsorgan kontrolliert und gegebenenfalls zensiert wird, das heißt die unerwünschten Stellen werden entfernt. Eine moderne Variante ist bspw. das nicht Anzeigen bestimmter Suchergebnisse auf Suchmaschinen wie Google oder Altavista, Yahoo usw.

Kaum bekannt: Zensur auch in Europa und USA

Zensur in der EU

Am 8. Juni 2000 erließ die europäische Union ein Gesetz, das vorschreibt, Internet-Provider (wie Tele2, UPC/Inode usw.) seien dafür verantwortlich und zuständig, Websites die auf ihrem Speicherplatz gelagert werden darauf zu kontrollieren, ob diese legal sind. Wenn nicht, müssen sie blockiert werden. Kritiker geben an, dies schaffe eine Art privates Rechtssystem, wo die Provider zu selbsternannten Richtern ohne demokratische Kontrolle werden.

2003 wurde zudem vom Europäschen Parlament beschlossen, es solle “stärker gegen illegale und schädliche Inhalte” vorgegangen werden.

Zensur in den USA

Von einem mit der US-Regierung personell verbundenen Projekt namens “Projekt for the New American Century” wurde nach 2001 ein Bericht veröffentlicht, in dem geschrieben steht: “.. die Schaffung von ‚US Space Forces’, um den ‚space’ zu kontrollieren, und die totale Kontrolle des Cyberspace, um ‚Feinde’ daran zu hindern, das Internet gegen die U.S. zu verwenden”.

2007 gestand die Tontechnologiefirma AT&T, George Bush kritische Textpassagen bei einem Konzert von Pearl Jam zensiert zu haben - es wurden bei den entsprechenden Stellen Tonstörungen vorgetäuscht. Weiters gab der Konzern an, dies sei nicht der erste Fall von Zensur gewesen. (1)

1999 kam es in Seattle zu großen Demonstrationen und Blockaden gegen ein Treffen der WTO (World Trade Organization; dt.: WHO, Welthandelsorganisation). Im Vorhinein gründete sich eine Gruppe von Berichterstattern unter dem Namen indymedia und richteten sich in Seattle ein Büro ein, von dem aus sie ihre Berichte in die ganze Welt verschickten. Kurz darauf wurde das Büro von der Polizei gestürmt und die AktivistInnen verhaftet, da sie mit ihrer Berichterstattung aufzeigten, was wirklich beim WTO-Treffen passierte und auch wie die Polizei brutal gegen die DemonstrantInnen vorging.

Zensur in Deutschland

2004 blockierte der Internetanbieter freenet.de Webseiten, die sich kritisch gegenüber ihm selbst verhielten. (2)

Im September 2007 sperrte der deutsche Internetanbieter Arcor eine Reihe von Websites pornographischen Inhalts.

Das deutsche Magazin BME wurde 2002 von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien indiziert, die deutsche Google-Seite lieferte ab diesem Zeitpunkt keine Ergebnisse mehr für Suchen danach. Weiters “findet” die deutsche Google Seite einige pornographische Websites nicht mehr.

2005 wurde der Zugriff zu ogrish.com komplett blockiert. Dies betraf auch Holland, Frankreich, Polen und die Schweiz, da viele Internetverbindungen dieser Länder über in Deutschland befindliche Server abgewickelt werden. Seit 2006 filtert auch Google bezüglich ogrish.com.

Ebenso beschloss 2001 die Bezirksregierung Düsseldorf, dass das Internetangebot “rotten.com” blockiert werden solle. Dieser Beschluss wurde aufgrund von Protesten nicht umgesetzt.

Zensur in Spanien

Auch in Spanien wird die Website ogrish.com blockiert.

Politische Perspektiven

Das grundlegende Problem, das sich bezüglich der Zensur des Internets stellt, ist, dass es keinerlei Mitbestimmungsmöglichkeiten gibt, um die Zensur zu reglementieren oder abzuschaffen. Die einzelnen Provider haben nicht nur die technischen Möglichkeiten, sondern auch den rechtlichen Rückhalt, mehr noch: den rechtlichen Auftrag, Internetseiten zu blockieren und/oder aus dem Netz zu nehmen. Unter den gegenwärtigen gesellschaftlichen Umständen, wo es politische Interessen gibt, Oppositionelle durch Zensur zu “knebeln”, muss gegen jede Form der Zensur, ob in Printmedien oder im Internet protestiert werden. Internetbenutzer, egal ob Jugendlich oder Erwachsen, sind selbst in der Lage, zu entscheiden, welche Websites sie besuchen wollen! Für Eltern, die verhindern wollen, dass ihre Kinder “schädliche” Websites besuchen, gibt es kostenlose Software-Angebote, mit denen der Internetzugang sowohl zeitlich, als auch inhaltlich eingeschränkt oder sogar auf bestimmte Seiten beschränkt werden kann. Deswegen:

* Weg mit jeglicher Zensur - ob in China, Deutschland oder Österreich!

* Volle demokratische Kontrolle der Inhalte im Internet, ausgeübt durch lokale Versammlungen!

* Für das Recht auf freie Meinungsäußerung!

Weitere Infos unter: Revolution

Call of Duty 5: World at War - Erster Trailer!

Seit wenigen Wochen ist klar, dass der fünfte Teil des beliebten Action-Shooters Call of Duty noch in diesem Jahr in den Handel kommen wird. Seitdem überschlägt sich die Gerüchteküche förmlich. Jetzt gibt es die ersten offiziellen Bilder.

So hat der Publisher Activision kürzlich einen ersten Trailer zu Call of Duty 5: World at War veröffentlicht. Darin sind zahlreiche Kampfszenen aus dem Spiel zu sehen. Der Grafik ist anzusehen, dass sie aus dem vierten Teil stammt, auch wenn sie deutlich aufgebohrt wurde und nun noch besser aussieht.

Der erste Trailer macht klar, was die Entwickler aus dem Hause Treyarch damit meinten, dass sie den Zweiten Weltkrieg vollkommen unverblümt zeigen wollen. Die Schlachten sollen nicht mehr heldenhaft dargestellt werden, sondern einfach nur noch brutal. Die dichte Spieleatmosphäre, die Treyarch geschaffen hat, bekräftigt dies.

In dem rund einminütigen Trailer bekommt man einige Kampfszenen aus dem Pazifik zu Gesicht. An diesem Schauplatz wird die erste Kampagne stattfinden. Im weiteren Verlauf des Spiels wird man dann die letzten Stunden von Berlin miterleben.

<<Trailer ansehen>>

Hacker Space in Leipzig

Interview mit einem Organisator

Im Moment entsteht in einer bislang ungenutzten Fabrikhalle in einem Leipziger Gewerbegebiet das Hacker Space: ein neuer Treffpunkt für Hacker, Freifunker, Freunde von Open Source Software und Datenschützer. Bis zur Fertigstellung ist aber noch jede Menge zu tun. Die Organisatoren haben sich viel vorgenommen, die Räumlichkeiten sollen nach Fertigstellung der Umbauarbeiten auch für andere Gruppen und Interessenten zur Verfügung stehen. Auch möchte man den Besuchern dort einige öffentliche PCs zur Nutzung anbieten. Wir haben uns mit Markus Zapke-Gründemann, einem der Verantwortlichen des Projekts eingehend über das gemeinsame Vorhaben unterhalten.

Ähnlich wie im Fall vom Metalab in Wien soll das Vorhaben vom Sublab, einem eigenen Verein, getragen werden, die Renovierungsarbeiten werden auch hier eigenhändig durchgeführt.

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Big Buck Bunny der Film

Das Warten hat endlich ein Ende. Der Film “Big Buck Bunny”, das der Feder des niederländischen “Blender Institute” entstammt, wurde unter der Creative Commons-Lizenz veröffentlicht. Erstellt wurde der Film, wie auch die bisherigen Werke, mit der Blender-Software. Zur Entwicklung des Animations-Films griffen die Entwickler natürlich wieder ausschließlich zu eigenen Open-Source Werkzeugen.

“Big Buck Bunny”, ehemals Peach genannt, reiht sich im Reigen der Open-Source-Filme nach “Elephants Dream“, als neues Meisterwerk ein. Für sämtliche 3D-Renderings wurde wieder das recht beliebte, quelloffene und immer häufiger verwendete Programm Blender benutzt. Continue Reading »

Bittere Lektion für Russlands Jungspunde

Pressestimmen zum Gestriegen Spiel Spanien - Rusland

Spanien

Marca: “David Villa, der ‘Prinz von Asturien’ (mit Erlaubnis von Kronprinz Felipe) lässt Spanien träumen. Wir kamen ohne die übliche Euphorie zu dieser Eurocopa, aber ‘El Guaje’ (das Kind) hat uns mit seinem Hattrick gegen Russland eine gehörige Portion Optimismus eingeflößt. Tore der unterschiedlichsten Art und das Zusammenspiel mit Fernando Torres laden uns ein, uns auf etwas Großes vorzubereiten. Vielleicht werden wir in ein paar Tagen das übliche Lamento anstimmen, aber der offensive Spielfluss, den die ‘Roja’ in Innsbruck zeigte, macht selbst dem größten Skeptiker Mut.”

As: “Villa nährt die Träume. Fabelhafte Partie des Asturianers. Spanien glänzte, als der Riegel einmal geknackt war. Die vier Tore fielen aus überraschenden Situationen und in Konterattacken. Wir sind gut, wenn wir direkt spielen können.”

El Mundo Deportivo: “Dass Aragones auf die Offensive setzte, brachte ihm Bewunderung ein.”

El Pais: “Ein vielversprechendes Debüt. Eine Spielweise, die man von der Mannschaft gar nicht so kennt. Es gab aber nicht nur positive Seiten. Einmal mehr zeigte die Truppe, dass sie Schwierigkeiten hat, ihr Defensiv-Gerüst zusammenzuhalten.”

El Mundo: “Erster Hattrick seit 18 Jahren. Man muss schon bis zum 17. Juni 1990 zurückgehen, um einen Spanier zu finden, der bei der Endrunde eines großen Turniers einen ‘Hattrick’ schaffte. Damals war es Michel, der im Stadion von Udine gegen Südkorea (3:1) dreimal traf. Das Bravourstück von Villa wird im ‘Goldenen EURO-Buch’ einen Eintrag finden.”

ABC: “Alles sitzen bleiben. Keiner steht auf. Damit die Euphorie nicht aus dem Ruder gerät. Der Sieg von gestern ist zu würdigen, aber im richtigen Maß. Den Auftakt zu gewinnen ist lebenswichtig und wenn es mit vier Treffern ist, umso besser. Aber diese ‘Seleccion’ muss sich noch etwas verfeinern, wenn sie in der Stunde der Wahrheit konkurrenzfähig sein will.”

Russland

SportExpress: “Die ‘Sbornaja’ spielte mit viel Power, aber ohne Hirn. 20 Minuten lang hatten die russischen Fans etwas zu feiern, doch dann zeigte die Abwehr erstmals Auflösungserscheinungen. Selbst nach dem 0:1 sah es noch gut aus, mit Ausnahme des schlafenden Pawljutschenko. Das Beste an diesem Spiel waren unsere Anhänger, die von dieser Mannschaft schwer enttäuscht wurden. Aber wir sollten das Team noch nicht zu Grabe tragen, es besteht noch Hoffnung.”

Soviet Sport: “Das russische Team wurde von den Spaniern vernichtet. Physisch war unsere Mannschaft gut vorbereitet, doch sonst hat sie uns nichts gezeigt. Leider ist es in den drei Wochen Vorbereitungszeit nicht gelungen, das Abwehrverhalten zu verbessern. Mehrere russische Anhänger verließen deshalb schon zehn Minuten vor dem Schlusspfiff das Stadion. Es genügt nicht, nur physisch top zu sein, denn das alleine wird auch gegen Griechenland und Schweden zu wenig sein.”

Sport Gazeta: “Hiddink setzte auf die falsche Abwehr. Das Verteidigungs-Experiment ging total daneben. Kolodin und Schirokow waren Totalausfälle, auch Bystrow war katastrophal. Nur in der Offensive gab es einige Lichtblicke, die unsere Hoffnungen auf das Viertelfinale am Leben erhalten. Jeder, der das fürchterliche Spiel sah, bemerkte, dass wir hinten offen wie ein Scheunentor waren. Nur Pawljutschenko und Schirkow kann man keinen Vorwurf machen. Wir müssen jetzt warten, welche Umstellungen Hiddink für die nächsten Spiele vornimmt, wobei er sich ausschließlich auf die Verteidigung konzentrieren muss.”

Russijskaja Gazeta: “Fehlstart der ‘Sbornaja’. Die ganzen drei Wochen Vorbereitung waren für die Katz. Nur unsere Anhänger bewiesen, dass sie Europameister-Format besitzen. Was das Team dagegen nach der Pause gespielt hat, war eine reine Katastrophe, deswegen gab’s am Ende auch das logische Resultat. Einige Fans waren so enttäuscht, dass sie das Stadion schon vor dem Schlusspfiff verließen. Nur Pawljutschenko gab uns mit seinem Tor Hoffnung. Schade nur, dass er es nicht schon eine Stunde früher erzielt hat.”

Deutschland

Bild: “Ole, Spanien! Spanien bügelt Russland 4:1 ab, gehört jetzt endgültig zu den Turnierfavoriten. Dank David Villa. Hattrick von Tor-Stier Villa. Uno, dos, tres, Villa! Der macht im Regen von Innsbruck drei Buden für seine Nationalmannschaft, bereitet das vierte vor. Drei Ole-Tore. Viva-Villa! Bitter für die Russen, die eigentlich ganz gut mitgespielt hatten. Aber ihnen fehlt vorne einfach ein Knipser.”

kicker: “Russland nur im ersten Abschnitt ebenbürtig. Eine unterhaltsamen Partie auf technisch hohem Niveau. Die individuelle Klasse des Sturmduos der Iberer - Villa und Torres - machte gegen die spielstarke Hiddink-Elf, die ihre Starstürmer schmerzlich vermisste und im Angriff meist ohne Durchschlagskraft blieb, den Unterschied. Xavi und Iniesta setzen Maßstäbe. Torres und Villa werden von Iniesta und Xavi so eingesetzt, dass man das Gefühl hat, ihre Pässe können auch Eisenriegel problemlos zerschneiden.”

Schweiz

Blick: “Wie die Spanier die Fehler der Russen ausnützten, zeugte von großer Klasse. Die Spanier sind stark - keine Frage.”

Blick.ch: “Ole, Ole, Ole! Villa schießt Russland ab - In einem fantastischen Offensivspektakel wurden die Spanier ihrer Favoritenrolle gerecht und fegten die Russen mit drei Toren von David Villa mit 4:1 vom Platz.”

Basler Zeitung: “Nach dem grandiosen Auftakt träumt Spanien bereits vom zweiten EM-Titel nach 1964. Mit der Leistung in Innsbruck sprangen die Spanier auf jeden Fall in den engeren Favoritenkreis.”

Tages-Anzeiger: “Das Spiel und das spezielle Stadion waren ein Erlebnis.”

Neue Zürcher Zeitung: “In der aufgepeitschten Atmosphäre des Tivoli-Stadions, in dem vor allem Russisch gesprochen wurde, lieferten sich die beiden ungleichen Kontrahenten während 45 Minuten einen packenden Kampf auf hohem Niveau. Spanien verdiente sich den Sieg nicht als initiativere, sondern als abgeklärtere Mannschaft, die aus individuellen Fehlern kompromisslos Kapital schlug.”

Niederlande

voetball international: “Hoher spanischer Sieg gegen schwache Russen - Unerwartet einfach rechnet Spanien mit Russland ab. Die Mannschaft von Guss Hiddink bekommt mit David Villa als herausragendem Lehrer eine Lektion in Sachen europäischer Top-Fußball”.

de telegraaf: “David Villa ärgert Guus Hiddink - Die Russen von Hiddink haben in ihrem ersten Auftritt bei der EURO keinen bleibenden Eindruck hinterlassen.”

Frankreich

L’Equipe: “Spanien (zu) einfach - Spanien liebt Versprechen. Der Erfolg gegen Russland (4:1) erinnert an den Sieg über die Ukraine (4:0) zum Auftakt der WM 2006, auch dieses Ergebnis muss man Blick auf die Geschichte der Seleccion mit Vorsicht genießen.”

USA

sports illustrated: “Villa und Spanien überrollen Russland - David Villa zeigt, dass sich Spaniens Gegner über mehr als nur Fernando Torres sorgen müssen.”

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