Archive for Februar, 2008

Service Pack 1 für Windows Vista zum Download

Download für MSDN- und Technet-Abonnenten möglich

Microsoft bietet das Service Pack 1 für Windows Vista nun auch zum Download an, vorerst aber nur für Abonnenten der Dienste MSDN und Technet.

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Am 4. Februar 2008 verkündete Microsoft, das Service Pack 1 für Windows Vista sei fertig, die Produktion entsprechender CDs beginne und auch OEM-Herstellern bietet Microsoft das Update seitdem zur Vorinstallation auf PCs an. Nun steht das Update-Paket für Microsofts Betriebssystem zum Download bereit, allerdings nur für MSDN- und Technet-Abonnenten. Nutzer von Windows Vista müssen sich derweil noch etwas gedulden, erst ab Mitte März 2008 will Microsoft das Service Pack 1 in den ersten fünf Sprachen (Englisch, Französisch, Spanisch, Deutsch und Japanisch) allgemein zum Download anbieten.

Zum Patchday im Februar 2008 hat Microsoft zunächst einmal zwei Patches veröffentlicht, die für die Installation des Service Pack 1 zunächst einzuspielen sind.

<Quelle>

Tonnenweise Essen im Müll!

Schon ein Zehntel des Restmülls sind originalverpackte Lebensmittel. Das entspricht 387 Euro pro Haushalt im Jahr.

Mist, das Joghurt ist schon wieder abgelaufen und das Paar Frankfurter-Würstel ist auch so verdächtig grau. Also ab in den Abfalleimer. Allein in Wien fallen pro Einwohner jährlich 330 Kilogramm an Restmüll an. 43 Kilogramm davon sind original-verpackte und häufig sogar noch durchaus genießbare Lebensmittel. “Österreichweit sind etwa zehn Prozent des Restmülls originalverpackte Lebensmittel, in der Stadt mehr, am Land weniger”, erläutert Felicitas Schneider vom Institut für Abfallwirtschaft an der Universität für Bodenkultur (Boku) in Wien.
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Die Forscher “durchstierlten” in den vergangenen Jahren fast neun Tonnen Haushaltsmüll in Wien, Niederösterreich und Salzburg und analysierten die Zusammensetzung.

Das gar nicht appetitliche Ergebnis: Ein Viertel der in der Küche lediglich zwischengelagerten Speisen waren Molkereiprodukte (Milch, Joghurt, Topfen, Käse) und Eier, 14 Prozent Fertiggerichte.

Für die Haushalte ein teurer Spaß. Die völlig unnötigen Ausgaben für Lebensmittel, die weggeworfen werden, belaufen sich laut Studie pro Haushalt auf bis zu 387 Euro im Jahr.

In einer begleitenden Befragung wurden auch Gründe erhoben, warum so viel Essbares nicht konsumiert, sondern entsorgt wird:
Fertiggerichte Der Trend geht zu immer mehr Fertiggerichten, weil vielfach – besonders den Jüngeren – die Zeit zum Kochen fehlt. Auch die “Versingelung” der Gesellschaft trägt zum vermehrten Absatz von Fertigprodukten bei.

Fix abgepackt Bei Diskontern wird Käse, Wurst und Fleisch häufig nicht in Bedienung, sondern nur noch fix abgepackt angeboten.

Großpackungen Oft bietet der Handel “Drei zum Preis von zwei”. Weil Großpackungen aber nicht immer verbraucht werden können, landet ein Rest davon im Müll.

Stadt – Land Am Land gibt es eine höhere Wertschätzung für Nahrung, weil die Herkunft präsenter sei als in der Stadt. “Am Land wird abgelaufene Ware auch oft an Hühner oder Schweine verfüttert”, sagt Schneider.

Alt – Jung Ältere Menschen würden prinzipiell sorgfältiger mit Nahrung umgehen, weil sie miterlebt haben, wie es ist, wenig zu haben. Jüngere Familien werfen mehr weg, sie würden aber auch mehr einkaufen.

Volkmar Kloud, Leiter der Müll- und Altstoffsammlung der Stadt Wien, bestätigt die Boku-Ergebnisse. “Wir haben aus diesem Grund bereits eine Initiative zur Müllvermeidung gestartet.”

Supermärkte

Weit höhere Mengen an originalverpackten Lebensmitteln werden freilich täglich von den Supermärkten entsorgt. “Wir haben erhoben, dass bei den Lebensmittel-Diskontern täglich etwa 45 Kilogramm an genießbaren Lebensmitteln pro Filiale entsorgt werden müssen”, erzählt Schneider. An einem Tag wird also in etwa so viel weggeworfen wie in einem Haushalt im ganzen Jahr. Zumindest ein Teil der nicht verkauften Produkte landet bei wohltätigen Einrichtungen wie der Wiener Tafel (siehe Hintergrund). Der Rest wird zu Biogas vergoren oder verheizt.

Ludwigshafen: Bekennerbrief aufgetaucht

In einem Schreiben will die Gruppe “Deutscher Widerstand” für die Brandkatastrophe verantwortlich sein. Die Polizei hält den Brief für gefälscht.

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Nach der Brandkatastrophe von Ludwigshafen in Deutschland ist ein angebliches Bekennerschreiben aufgetaucht. Wie der Leiter der Staatsanwaltschaft Frankenthal, Lothar Liebig, am Donnerstag erklärte, ging ein Brief der bisher unbekannten Gruppe “Deutscher Widerstand” am vergangenen Montag bei der Tageszeitung “Mannheimer Morgen” ein. Das Schreiben sei nach übereinstimmender Auffassung von Bundeskriminalamt und rheinland-pfälzischem Landeskriminalamt allerdings nicht echt.

Liebig sagte, das Schreiben verweise darauf, dass das Unglück in Ludwigshafen kein Zufall gewesen sei. Türkische Mitbürger hätten in Deutschland kein Aufenthaltsrecht. Daher hätten die Absender dieses Haus “abgefackelt”. Eine Analyse durch BKA und LKA habe aber laut Oberstaatsanwalt ergeben, “dass wir es nicht mit einem Bekennerschreiben zu tun haben.”

Trittbrettfahrer

Vielmehr hätten sich ein oder mehrere Trittbrettfahrer einen sonderbaren Spaß gemacht, sagte der Chefermittler. Den Verfassern gehe es offenkundig darum, Unruhe zu stiften und eine fremdenfeindliche Stimmung zu schüren. Liebig betonte, es gebe derzeit keinerlei Hinweis auf den Einsatz von Brandbeschleunigern beim Entstehen des Feuers.

Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln nach wie vor in alle Richtungen. “Es kommt vorsätzliches Handeln in Betracht, es kommt fahrlässiges Handeln in Betracht, es kommt eine technische Ursache in Betracht”, sagte Liebig. Die Sachverständigen seien überzeugt, dass der Brand im Keller entstanden sei. Wann das Feuer entstand, wie es entstand und gegebenenfalls durch wen, sei aber nach wie vor unklar. Der Brandkatastrophe fielen neun Menschen zum Opfer, 60 Personen wurden teils schwer verletzt.

Der Leiter der Sonderkommission, Eberhard Weber, sagte, die Untersuchung des Brandschutts dauere nach wie vor an. Auch müssten noch zahlreiche Zeugen vernommen werden, darunter die sechs Verletzten und auch Hinterbliebene, die zur Beisetzung der Toten in die Türkei gereist sind. Wie lange die Ermittlungen noch dauern werden, blieb offen.

Für die Hinterbliebenen der Brandkatastrophe seien bisher 157.200 Euro gespendet worden, wie die Bürgermeisterin von Ludwigshafen, Eva Lohse (CDU), meldete. Dazu kämen 210 Sachspenden. Auch hätten Bürgerinnen und Bürger von Ludwigshafen den Überlebenden neuen Wohnraum angeboten. Die Spendenbereitschaft der Bevölkerung sei ungebrochen: “Das ist ein schönes Zeichen der gemeinsamen Trauer.”

Lohse begrüßte den Vorschlag der südosttürkischen Stadt Gaziantep, aus der die betroffenen Familien stammen, eine Städtepartnerschaft mit Ludwigshafen einzugehen: “Ich kann nur sagen, dass wir uns darüber freuen.” Sie sei sicher, dass auch der Stadtrat auf ein solches Angebot positiv reagieren werde.