Krieg der Photonen
Supercomputer für jedermann
In fünf Jahren sollen lahme Elektronen als Binärboten zwischen Rechenkernen ausgedient haben. Lichtteilchen sind einfach schneller.
Datenübertragung in Lichtgeschwindigkeit: Über Modulatoren werden elektrische Signale umgewandelt.
Wer die komplexen Wechselwirkungen von rotierenden Erbsen in einer Gemüsesuppe berechnen – oder ganz banal – einen Supercomputer in der Größe eines Laptops sein Eigenen nennen will, muss sich laut IBM nur mehr fünf Jahre gedulden. Denn dann soll er reif für den Markt sein, der “Supercomputer auf einem Chip”.
Es klingt utopisch, doch im Grunde basiert die Datenübertragung der künftigen Chipgeneration auf Photonen, anstatt auf elektrischen Signalen. Am Binärsystem ändert sich dabei allerdings nichts. Anstelle den Strom ein- (1) und auszuschalten (0), zieht man einfach –überspitzt gesagt - eine Glühbirne für das Prozedere heran. Der Vorteil liegt in der Physik: Licht ist einfach schneller und im Fall des neuen Superchips auch genügsamer. Tatsächlich soll die neue Technologie nur so viel “Energie wie eine Glühbirne” verbrauchen, verspricht IBM. Was das Tempo angeht, so sollen die Informationen mit Licht zwischen einzelnen Rechenkernen 100-mal schneller ausgetauscht werden können.
Für die Realisierung des “Supercomputers auf einem Chip” werden sogenannte Modulatoren gebraucht, die elektrisches Signal in blinkendes Laserlicht umsetzen und diese Lichtsignale durch Halbleiter schicken. IBM sei es nun gelungen, Modulatoren zu bauen, die 100- bis 1000-mal kleiner seien als bisher vorgestellte Exemplare, hieß es.
















