Archive for September 12th, 2007

Glasauge sei wachsam!!

Peter Falk wird 80!

Eigentlich wollte Peter Falk Geheimagent werden. Aber der US-Spionagedienst CIA lehnte seine Bewerbung ab. So machte er als Inspektor Columbo von der Mordkommission in Los Angeles Karriere - und wurde so populär, wie er selbst als Präsident der Vereinigten Staaten nicht unbedingt geworden wäre. Rund um die Welt kennt praktisch jeder Fernsehzuschauer den schusseligen, unkonzentrierten Inspektor, der im schäbigen Trenchcoat, die kalte Zigarre im Mund, auch die kniffligsten Fälle scheinbar wie nebenher löst. Schon fast zur Tür hinaus, wendet er sich nochmal um und sagt: “Ich hätte da noch eine Frage…” oder auch: “Da wäre noch eine Kleinigkeit…” Ach ja, Peter Falk wird übrigens am nächsten Sonntag (16. September) 80.

69 Fälle hat der ungekrönte König der TV-Detektive seit 1968 gelöst und insgesamt vier “Emmys” als bester Fernsehdarsteller eingeheimst. Dabei sollte es ursprünglich zunächst nur einen Film geben. Doch der Erfolg von “Lösegeld für einen Toten” war so groß, dass die Figur drei Jahre später in Serie ging. Von 1971 bis 1978 und dann wieder ab 1989 ermittelte Columbo regelmäßig mit Rekordeinschaltquoten im US-Fernsehen. Die Serie war in 80 Ländern der Welt zu sehen und wird bis heute vielfach wiederholt. In Deutschland lief die bislang letzte Folge unter dem programmatischen Titel “Die letzte Party” am 14. September 2004.

Fünf Synchronsprecher (besonders beliebt: Klaus Schwarzkopf) hat Columbo allein bei uns ausgesessen, aber er selbst ist in den mehr als 30 Jahren immer derselbe geblieben: zerknittertes Gesicht, Glasauge, stets auf der Suche nach Block und Bleistift. In seinem zerbeulten, mausgrauen Peugeot Cabrio ist er meist in den besseren Kreisen unterwegs und kommt dem Mörder mit Hartnäckigkeit und schlitzohrigen Fragen unweigerlich auf die Spur. “Vielleicht wäre ohne Columbo ein besserer Schauspieler aus mir geworden”, sinnierte er einmal, aber seine Fans wollen von Selbstzweifeln nichts wissen.

Ohnedies musste Falk sich für den Beruf erst lange durchbeißen. Seine Eltern, jüdische Einwanderer aus Tschechien und Ungarn, betrieben in der Nähe von New York einen kleinen Laden für Bekleidung und Trockenfrüchte. Als Dreijähriger verlor er bei einer Tumor- Operation sein rechtes Auge. Als er mit 15 die Schule verließ, um zur See zu fahren, stellte die Handelsmarine ihn wegen der Behinderung nur in der Kombüse an. Nach seiner Rückkehr driftete er zunächst in die Rockerszene ab, schaffte dann aber doch noch den Schulabschluss und ging nach einem Verwaltungsstudium zur Finanzbehörde.

Aber der Schreibtisch war nichts für ihn. Er nahm Schauspielunterricht, gab mit 29 den Job auf und schlug sich mit zahlreichen Nebenrollen bei Film und Theater durch. Der frühere Filmboss Harry Cohn wies ihn einmal mit den Worten ab: “Für das Geld kann ich auch einen Schauspieler mit zwei Augen bekommen.” Doch dann ging es Schlag auf Schlag: 1960 wurde Falk als Killer Reles in dem Krimi “Unterwelt” erstmals für einen Oscar nominiert. Schon ein Jahr später folgte die nächste Nominierung für seine Rolle in Frank Capras Gesellschaftskomödie “Die unteren Zehntausend”. Weitere Erfolge feierte er etwa in John Cassavetes’ “Ehemänner” (1970), in der Krimikomödie “Eine Leiche zum Dessert” (1976) und in Wim Wenders’ “Der Himmel über Berlin” (1987).

Trotz des beispiellosen Erfolgs als Columbo kehrte Falk immer wieder auch zum Theater zurück. “Man kann sich nicht wirklich Schauspieler nennen, wenn man nicht auf der Bühne spielt”, so seine Devise. 1972 erhielt er für die Hauptrolle in Neil Simons Komödie “Das Nervenbündel” den “Tony” als bester Broadway-Schauspieler des Jahres. “Ich habe immer noch die Hoffnung, dass ich den ganz großen künstlerischen Knaller abliefere”, sagte er nach seinem letzten Columbo.

Seit 30 Jahren ist Peter Falk mit der 23 Jahre jüngeren Schauspielerin und früheren Schönheitskönigin Shera Danese verheiratet, aus erster Ehe hat er zwei Töchter. Krach gibt es daheim in der Villa in Beverly Hills vor allem um sein Hobby: Falk ist begeisterter Maler und zeichnet am liebsten nackte Frauen - allerdings fremde. Eine Auswahl der Bilder ist auf seiner Internetseite zu besichtigen. Ach, und da wäre noch eine Kleinigkeit: Der 70. Columbo sei in Vorbereitung, heißt es da.

Alles was lebt, verdunstet einfach

Russland hat die stärkste Vakuumbombe der Welt getestet. Die Sprengkraft ist angeblich mit der einer Atombombe vergleichbar

Russland hat nach eigenen Angaben die stärkste Vakuumbombe der Welt erfolgreich getestet. Die Sprengkraft der Waffe sei vergleichbar mit der einer Atombombe, sagte der Vize-Stabschef der russischen Streitkräfte, Alexander Rukschin dem russischen Fernsehsender ORT. “Das Verteidigungsministerium unterstreicht, dass dieser militärische Eingriff gegen keinen einzigen internationalen Vertrag verstößt. Russland tritt damit kein neues Wettrüsten los”, berichtete der Sender.

ORT strahlte auch Bilder des Tests aus. Auf ihnen ist zu sehen, wie ein Kampfflugzeug des Typs Tupolev TU-160 die Bombe über einem Versuchsgelände abwirft. Nach einer großen Explosion folgten Aufnahmen von zerstörten Gebäuden und verbrannter Erde. Dem Bericht zufolge wird die größte Zerstörung durch eine Ultraschall-Druckwelle und unglaubliche Hitze verursacht. Bei der Explosion entsteht ein Vakuum. “Alles was lebt, verdunstet einfach”, hieß es.

Britney, das Mänschliche Wrack…?

Die Sängerin bewegte sich bei Preisverleihung des MTV Avard als Stripperin im Glitzer-Bikini und kniehohen Stiefeln unbeholfen über die Bühne.

US-Sängerin Britney Spears hat mit ihrem langerwarteten Comeback bei den MTV Video Music Awards Hohn und Verachtung von Kollegen und Kritikern geerntet. Als Stripperin im Glitzer-Bikini und kniehohen Stiefeln verkleidet, bewegte sich die 25-Jährige am Sonntag bei ihrer Performance unbeholfen über die Bühne - Spears’ neue Single “Gimme More” kam dabei nur als Aufzeichnung vom Band.

Kollegen irritiert

“Sie hat es echt versaut”, sagte Klatschkolumnist Perez Hilton. “Jeder weiß, dass Britney nur Playback macht, aber das liegt daran, dass sie so viel tanzt. Diesmal hat sie sich kaum bewegt. Es war schrecklich. Es tat weh. Es war peinlich.” Während sich Britney - immer wieder unterstützt von mehreren Tänzern - über die Bühne schleppte, sprachen die Blicke aus dem Publikum Bände: Mit irritiertem Ausdruck auf dem Gesicht beobachtete Rapper 50 Cent die Darbietung seiner Kollegin. Spears hatte in jüngster Vergangenheit weniger mit ihrer Musik als mit ihrem krisenreichen Privatleben Schlagzeilen gemacht. Die Mutter zweier Kinder veröffentlichte ihr letztes Studio-Album 2003.
4 Preise für Justin

Neben Britneys Auftritt wirkten die Preisverleihungen des Abends fast nebensächlich. Der Ex-Freund der Sängerin, Justin Timberlake, nahm insgesamt vier Preise mit nach Hause, darunter den für den Künstler des Jahres. Die wichtigste Auszeichnung des Abends, die des besten Videos, erhielt R&B-Sängerin Rihanna für ihren Hit “Umbrella”.

Verzweifelte Britney ohne Höschen

Es war wohl der Reinfall des Jahres, für Britney Spears, eine Katastrophe für ihre Karriere – manche Medien sprechen gar von einem „onstage carreer-suicide“: Der Auftritt von Britney Spears bei den MTV Video-Music-Awards hätte eigentlich das große musikalische Comeback sein sollen. Doch Britney hat es nicht hinbekommen. Und wie es scheint, ist sie sich dessen sehr bewusst.

Bittere Tränen

„Sie war am Boden zerstört. Sie war total nervös und sie wusste, dass sie versagt hatte“, so ein Augenzeuge.Nach ihrem Auftritt hat Britney bittere Tränen vergossen. „Sie war am Boden zerstört. Sie war total nervös und sie wusste, dass sie versagt hatte“, so ein Augenzeuge. Und das hatte sie in den Augen so ziemlich aller Zuseher und Kritiker. Doch warum? Eigentlich ist Britney ein Profi, sie hat bereits in Kinderschuhen im Mickey-Mouse-Club (zum Beispiel neben Award-Gewinner Justin Timberlake) auf der Bühne gestanden. Doch bei ihrem Auftritt am Wochenende sah es gar nicht danach aus.

Die Theorie des gebrochenen Stöckels

Die Erklärung lässt sich nicht so leicht finden, auch wenn viele Gerüchte dazu kursieren. So will ein Fan Britneys mit einem Foto im Forum des Celebrity-Blogs „Oh No They Didn’t“ beweisen, dass ein abgebrochener Stöckel ihres Schuhes schuld an dem miserablen Auftritt gewesen sei. Das erklärt aber noch lange nicht Britneys uninspirierten Tanz. Eine Bekannte Britneys glaubt, dass Britney einfach nur sehr nervös gewesen sei, denn immerhin sei sie schon lange nicht mehr auf so einer Bühne gestanden und all ihre Bekannten und Kollegen hätten ihr zugeschaut, sowie Millionen Menschen vor dem Fernseher.

Sarah Silverman als die Schuldige?

Brits Kinder seien „so süß, wie die haarlose Vagina aus der sie gekommen sind“. Sarah SilvermanAndere Quellen wollen in Sarah Silverman die Schuldige für den verpatzten Auftritt sehen. Die Komikerin und Präsentatorin bei der Verleihung hatte sich nach Britneys Auftritt über die Söhne der Sängerin lustig gemacht: Brits Kinder seien „so süß, wie die haarlose Vagina aus der sie gekommen sind“. Da Silverman aber nach Britney auftrat und bestreitet, den Text zuvor hinter der Kulisse und in Anwesenheit von Britney Spears geprobt zu haben, dürfte sich diese Theorie auch als falsch erweisen.

Oder die Friseurin?

Vielleicht ist auch der Friseurin Schuld an der Misere, denn mit dieser hatte sich Britney bereits vor der Show gestritten (vielleicht auch deshalb diese zerrupften Extensions), nach dem Auftritt feuerte Britney die Friseurin.

Party ohne Wäsche

Was auch immer die Gründe für das Versagen waren, Britney war sehr verzweifelt, und versuchte, sich mit einer Party in Las Vegas durch die Nacht zu retten. Dass sie dabei wieder auf ihr Unterhöschen verzichtete und wieder einmal in die Paparazzi-Falle tappte, als sie aus der Limousine stieg, ist nur die Krönung eines fatalen Abends für Britney Spears.