Der 17-jährige Marco aus Uelzen bleibt weiter in türkischer Untersuchungshaft. Das Verfahren sei nach dem vierten Verhandlungstag erneut vertagt worden, teilte Marcos Anwalt Michael Nagel nach der nicht-öffentlichen Gerichtsverhandlung im türkischen Antalya mit. Der Prozess soll nun am 28. September fortgesetzt werden.

Der Jugendliche muss sich gegen den Vorwurf verteidigen, im Osterurlaub eine 13-jährige Britin sexuell missbraucht zu haben. Er sitzt seit fünf Monaten in Untersuchungshaft. Ursprünglich sollte das Mädchen heute vor Gericht aussagen.

Staatsanwalt lehnt Freilassung ab

Die Anträge der Verteidigung auf eine Freilassung seien abgelehnt worden, teilte Nagel mit. Die Staatsanwaltschaft habe dem nicht zugestimmt. Die Richter seien offenbar noch nicht so weit in der Sache, dass sie über eine Verlängerung der Untersuchungshaft hätten entscheiden wollen, sagte Nagel gestützt auf seinen türkischen Kollegen, der Marco in der Verhandlung vertritt. “Ich halte das für grob rechtswidrig.” Ein um mehrere Anwälte verstärktes Verteidigerteam hatte sich in Antalya vor allem um ein Ende der aus ihrer Sicht unzumutbar langen Untersuchungshaft eingesetzt.

Marco und das Mädchen hatten sich im türkischen Badeort Side kennengelernt und waren nach einem Discoabend mit anderen Jugendlichen im Hotelzimmer der 13-Jährigen gelandet. Nach Marcos Darstellung war die Initiative zu den Zärtlichkeiten von der Britin ausgegangen, die sich als 15-Jährige ausgegeben habe. Nach Aussage eines Gutachters und Klinikarztes, der das Mädchen nach dem Geschehen untersucht hatte, war es weder zu einer Vergewaltigung noch zum Geschlechtsverkehr gekommen.

Und die Moral der Geschichte…..

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