Irgendwie kommt das ganze uns doch Irgendwie Bekannt vor…^^

Wie waren damals noch die Vorwürfe der USA um die Invasion von Irak zu Rechtfertigen?

Der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde baut auf eine neue Vereinbarung mit der Regierung Teherans und warnt vor einem Militärschlag.


Bildquelle: kill-more-people.de

Im Atomstreit mit dem Iran hat der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde IAEO, Mohamed ElBaradei, eine neue Vereinbarung mit der Regierung in Teheran als “vielleicht letzte Chance” bezeichnet. In einem am Samstag veröffentlichten Interview mit dem Nachrichtenmagazin “Der Spiegel” äußerte sich ElBaradei zugleich aber hoffnungsvoll, dass der Konflikt mit der Einigung friedlich beigelegt werden könnte.

“Bis November, spätestens Dezember müssten wir sehen können, ob Teheran seine gegebenen Versprechen einhält.”
Mohamed ElBaradei, Generaldirektor der IAEO.
Zum ersten Mal habe sich die UN-Behörde mit der Führung der Islamischen Republik auf einen klar umgrenzten Zeitplan zur Klärung ausstehender Fragen geeinigt, sagte der Friedensnobelpreisträger. “Bis November, spätestens Dezember müssten wir sehen können, ob Teheran seine gegebenen Versprechen einhält.” ElBaradei plädierte dafür, während dieser Zeit die UN-Sanktionen gegen den Iran nicht zu verschärfen. Er warnte zudem eindringlich vor einem amerikanischen oder israelischen Militärschlag. Dies würde einen “furchtbaren Flächenbrand in der Region auslösen”.

Die Regierung in Teheran warnte vor der Verabschiedung einer neuen Iran-Resolution durch den UN-Sicherheitsrat. In einem solchen Fall werde sie die Zusammenarbeit mit der Internationalen Atomenergiebehörde überdenken, sagte der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Mohammad Ali Hosseini, am Sonntag. Zugleich sagte Hosseini, der Iran erwäge, ein Zusatzprotokoll zum Atomwaffensperrvertrag nicht mehr anzuwenden. Das vom Iran freiwillig befolgte Protokoll erlaubte der IAEO bisher eine effizientere Kontrolle der iranischen Atomanlagen. Diese Entscheidung gehe auf einen Beschluss des iranischen Parlaments zurück, sagte Hosseini.

Uran-Anreicherung

“Wir haben mehr als 3000 Zentrifugen im Betrieb”
Irans Präsident Mahmoud Ahmadinejad widersprach unterdessen den jüngsten Angaben der IAEO zum Umfang der umstrittenen Uran-Anreicherung seines Landes.
“Wir haben mehr als 3000 Zentrifugen im Betrieb”, zitierten ihn iranische Nachrichtenagenturen. Jede Woche kämen weitere Geräte hinzu. In einem am Donnerstag bekanntgewordenen IAEO-Bericht hatte es dagegen geheißen, in der iranischen Anreicherungsfabrik Natanz seien rund 2000 Zentrifugen im Einsatz. Mit 3000 ununterbrochen und störungsfrei laufenden Zentrifugen könnte nach Einschätzung westlicher Experten binnen eines Jahres genug Uran für eine Atombombe angereichert werden.

Atomwaffen

Der Westen verdächtigt den Iran, heimlich Atomwaffen zu entwickeln. Die Islamische Republik bestreitet dies. Die USA streben im Atomstreit weitere UN-Sanktionen gegen den Iran an. Zuletzt hatte das Land mit der IAEO einen Plan erarbeitet, der den Inspektoren einen besseren Zugang zu iranischen Atomanlagen ermöglichen soll. Zudem sagte die Regierung in Teheran zu, bis Jahresende eine Reihe offener Fragen zu Art und Umfang ihres Atomprogramms zu beantworten.