Rassistische Fälle gehen leicht zurück

Die Zahl rassistisch motivierter Delikte hat in Österreich abgenommen. Am Arbeitsmarkt werden Migranten weiter diskriminiert.
Die Zahl der rassistisch motivierten Übergriffe ist in Österreich zwischen 2000 und 2005 leicht zurückgegangen, Das geht aus dem “Bericht über Rassismus und Fremdenfeindlichkeit in den EU-Staaten” der neuen EU-Grundrechteagentur hervor, der am Montag im Ausschuss Bürgerliche Freiheiten, Justiz und Inneres im Europaparlament präsentiert wurde. Zugenommen hat die Gewalt gegen Ausländer unter anderem in Frankreich, Großbritannien, Dänemark und Polen. Allerdings gibt es entsprechende zahlen nur aus elf Mitgliedstaaten, wie die Grundrechteagentur bemängelt.
Laut dem Bericht gab es 2005 in Österreich 406 rassistisch motivierte Gewalttaten. 450 waren es noch im Jahr 2000 gewesen, 528 in 2001. Im Durchschnitt ist seit 2000 die Quote um jährlich 0,2 Prozent gesunken. Deutlich rückläufig sind – im Gegensatz zu Deutschland und Frankreich – vor allem die Übergriffe mit rechtsradikalem Hintergrund.
Zu geringe Strafen
Obwohl mittlerweile die meisten EU-Staaten die EU-Anti-Diskriminierungsgesetze umgesetzt haben, ortet die Grundrechteagentur weiterhin Ungleichbehandlungen auf dem Arbeits- und Wohnungsmarkt. Österreich zählt gemeinsam mit Dänemark, Belgien und Lettland zu den Ländern, in denen es Strafen für Fälle von Diskriminierung gibt. Das Problem dabei: Diese seien zu mild und würden nur sehr selten angewendet, heißt es in dem Bericht. Zwischen Jänner und August 2006 gab es 337 Beschwerden wegen Diskriminierung, von denen nur sechs auch als solche anerkannt wurden. In einem einzigen Fall kam es zu einer gerichtlichen Verurteilung mit einer Strafe von 800 Euro: Eine Verkäuferin in einem Bekleidungsgeschäft in Wien hatte eine verschleierte arabische Frau aus dem Geschäft geworfen, mit dem Worten “Wir verkaufen nichts an Ausländer”.
Am Arbeitsmarkt ortet der Bericht indirekte Diskriminierung von ausländischen Beschäftigten in Österreich. Eine Studie aus 2006 zeige, dass die hohe Zahl von Mitarbeitern aus Drittstaaten in tendenziell gefährlichen Berufen nicht nur auf deren geringe Qualifikation zurückzuführen sei, sondern auch auf ihre Abstammung. Außerdem hätten 50 Prozent der Nicht-EU-Ausländer Jobs, die unter ihrem Qualifikations-Niveau lägen.
In Sachen Bildung stellt die Grundrechteagentur fest, dass Bildungssysteme, die sehr stark selektieren – wie in Österreich, Belgien, Tschechien, der Slowakei, Luxemburg, Ungarn und den Niederlanden – zu einer Konzentration von benachteiligten Schülern in den untersten Bildungseinrichtungen führten. So würden Ungleichheiten weiter festgeschrieben.
Und aus diesen Bescheidenen Blog:
FICKT EUCH INS KNIE IHR SCHEIß RASSISTEN!

















