Verstörte Tierwelt
Schweine auf der Autobahn, ein reisendes Känguruh, ein Hai am Strand: Was nach Freiheit riecht, wird Tieren häufig zum Verhängnis.

 Wenn Sie gerade zufällig in der beliebten Urlaubsregion Unterallgäu weilen: Wundern Sie sich nicht, falls an Ihnen ein Känguruh vorbeihüpft. Das ist nur Skippi, der sich entschlossen hat, aus seinem Heimathof im baden-württembergischen Bad Wurzbach auszubüchsen, um eine Reise quer durch Deutschland zu machen. Mindestens 40 Kilometer hat Skippi in den zwei Wochen, die er schon auf Wanderschaft ist, zurückgelegt. Als erstes wurde das Beuteltier von einem ungläubigen Bahnarbeiter fotografiert. Der Besitzer ist nun drauf und dran, seinen hüpfenden Liebling mit einem Betäubungsgewehr einfangen zu lassen.
Schweine
Nur kurz konnten 192 Schweine die Freiheit schmecken, leider hatte das für einige einen dramatischen Ausgang. Dienstag früh war auf der Innkreisautobahn (A8) ein Schweinetransporter umgestürzt. Die Tiere wurden aus dem Anhänger geschleudert, einige blieben verletzt liegen, andere liefen auf der Autobahn herum. Letztere verursachten einen weiteren Crash: Eine 43-jährige PKW-Lenkerin konnte nicht mehr bremsen und überfuhr eines der Schweine. Sie, ihr Ehemann und die beiden Kinder wurden verletzt ins Krankenhaus gebracht. Einige Tiere wurden so schwer verletzt, dass sie notgeschlachtet werden mussten. Nachdem die Schweine in einen Ersatzlaster verfrachtet worden waren, passierte das Unfassbare: Der neue Lenker touchierte aufgrund eines Sekundenschlafs die Wand des Gratkorntunnels und riss eine Ampel mit. Verletzt wurde bei diesem zweiten Unglück aber weder Mensch noch Tier.
Hai
Vor der Küste Spaniens sorgte unterdessen ein zwei Meter langer Hai für Panik unter den badenden Urlaubern. Schon vor einigen Tagen war der Hai im Badeort Tarragona gesichtet worden, worauf das Baden am Milagro-Strand verboten wurde. Nun ging das verirrte Tier eigens dafür geholten Experten ins Netz: Der Hai wurde in das Aquarium von Barcelona gebracht. Es stellte sich heraus, dass er für Menschen ungefährlich ist.
Flamingo
Bereits Sonntag war in Salzburg ein Flamingo von den St.-Peter-Weihern ausgerissen. Flamingozüchter Robert Scheck zeigte sich vorläufig noch zuversichtlich, dass sein Vogel von selbst wieder zurückkommen wird.


















