Archive for August 3rd, 2007

Wie verliert man 190.000 Waffen im Irak?

Diese unangenehme Frage beschäftigt die US-Regierung. Seit 2004 wurden Lieferungen nur noch sporadisch erfasst.
AP

Die Waffen sollten zum Wiederaufbau der irakischen Streitkräfte verwendet werden. Nun werden sie verzweifelt gesucht.

Verloren, verschrottet, übersehen, oder gar verkauft? Die US-Regierung kann keine Rechenschaft über etwa 190.000 Waffen ablegen, die 2004 und 2005 an irakische Sicherheitskräfte geliefert wurden. Das geht aus einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht des Rechnungshofes hervor. Die Armee habe demnach “keine vollständige Erklärung für den Verbleib von etwa 110.000 Gewehren des Typs AK-47, 80.000 Pistolen, 135.000 Schutzausrüstungen sowie 115.000 Helmen”, heißt es in dem Bericht des Gouvernment Accountability Office (GAO).

Im Zuge des Wiederaufbaus der irakischen Streitkräfte verschwanden die Waffen und Ausrüstungen zwischen Juni 2004 und September 2005 aus der Statistik.

Seit 2004 habe das Militär nicht systematisch dokumentiert, wann und in welcher Menge gelieferte Waffen und Ausrüstungen im Irak eingetroffen seien oder welche irakischen Einheiten sie erhalten hätten, berichtete der Rechnungshof weiter.

Seit der Invasion im Jahr 2003 unterstützte die US-Regierung die irakischen Streitkräfte mit 19,2 Milliarden Dollar (etwa 14 Milliarden Euro), davon waren 2,8 Milliarden Dollar (rund zwei Milliarden Dollar) für die militärische Ausrüstung vorgesehen. Die USA werfen Nachbarstaaten des Irak, insbesondere dem Iran vor, irakische Milizen aufzurüsten.

Uns somit haben wir mal wieder den Besten Beweis was die Bush Regierung dort für einen “Scheiß” Mist baut….^^

Weltraumspaziergang gefällig?

Weltraumspaziergänge für Alltouristen
Zahlende Passagiere auf der ISS können in Zukunft auch das Raumschiff verlassen. Das kostet aber extra.

40 Millionen Dollar, müssen Ausflügler zahlen, um auf der Internationalen Raumstation ISS eine Woche unterzukommen. In Zukunft wird es auch möglich sein, dass die Kunden das Raumschiff verlassen. Für 15 Millionen Dollar zusätzlich kann man einen kurzen Weltraumspaziergang buchen. Dabei sollen noch intensivere Eindrücke möglich sein. Inkludiert sind ein maßgeschneiderter Raumanzug und die entsprechende Unterwasserausbildung in Russland. Im All werden die Abenteurer von erfahrenen Kosmonauten begleitet.

Der US-Anbieter “Space Adventures” hat bereits fünf Weltraumtouristen in den Weltraum gebracht. Während die professionellen Langzeitbesatzungen der ISS einen Schichtwechsel durchführen, können zahlende Kunden die Aussicht und die Schwerelosigkeit genießen. Der Transfer erfolgt mit den russischen Sojos Fähren. In den nächsten fünf Jahren sollen auch Rundflüge um den Mond angeboten werden.

Quelle: Kurier.at

Typisch Wien?

Fiakerpferde bekommen “Gummihufe”
Sechs Gespanne sollen ab September die Kunststoffbeschläge testen. Die Sanierung der Straßenschäden durch die Hufe kostet 800.000 €.

Kunststoffbeschläge für Wiener Fiakerpferde - das wird ab Herbst Realität. Im September und Oktober wird es einen entsprechenden Feldversuch geben, wie eine Sprecherin der Wiener Bezirksvorsteherin Ursula Stenzel (V) berichtete. Mit den “Gummihufen” sollen die durch Fiaker hervorgerufenen Fahrbahnschäden in der Wiener Innenstadt reduziert werden.
Sechs Pferde mit, sechs ohne “Gummihufe”
Zwölf Fuhrwerke samt Pferdegespann werden bei dem Test im Einsatz sein: Eine Hälfte davon mit normalen Hufeisen, die anderen mit den Kunststoffbeschlägen. Alle Pferde werden im Testzeitraum ständig tierärztlich begutachtet. Laut Bezirksvorstehung wird der Probelauf gemeinsam mit der Veterinärmedizinischen Universität durchgeführt.
Kunststoffhüllen
Die sogenannten “Gummipatschen” werden nicht Teil des Versuchs sein. Bei diesen handle es sich um Kunststoffhüllen, die über die Eisenhufe gestülpt werden. Diese seien jedoch zu schädlich für die Pferde. Getestet werden stattdessen Beschläge aus Kunststoff.

Welches Produkt zum Einsatz kommt und ob es verschiedene Modelle sein werden, stehe noch nicht fest, wie Fiaker-Unternehmer Johann Trampusch erklärte. Trampusch hat am Nachmittag an einem der Gespräche in der Bezirksvorstehung teilgenommen, in dem die Rahmenbedingungen für den Test geklärt werden.
“Die Straßenschäden kommen vom Hufabrieb”
“Es gibt viele Skeptiker im Gewerbe”, so der Fuhrunternehmer - der sich auch selbst zu diesen zählt. Der Feldversuch sei jedoch sinnvoll, damit es endlich einmal Fakten zur Verträglichkeit der Kunststoffbeschläge gebe. Fiaker-Unternehmer und Hufschmiede hatten zuletzt Bedenken geäußert. Die Kunststoff-Hufeisen würden die Gelenke der Pferde belasten und außerdem schneller abgenutzt werden, hieß es da etwa.

Anlass für Debatte um die Kunststoff-Beschläge war die Finanzierungsfrage der Wiener Fiakerrouten. Diese werden durch die Eisenhufe massiv in Mitleidenschaft gezogen, wie im Bezirk versichert wird. “Das ist nachgewiesen, die Schäden kommen nicht von Autos oder Lieferwagen, sondern vom Hufabrieb”, bekräftigte die Stenzel-Sprecherin.
Fiaker sind keine “Sündenböcke”
Die Reparatur der dringlichsten Schäden würde demnach fast 800.000 Euro kosten. Das sei eine Schätzung des Magistrats, hieß es. Die Sanierung aller 20 Fiakerrouten in Wien kostet laut Stenzel-Büro fünf bis sechs Mio. Euro - deutlich mehr als das Bezirks-Netto-Budget von rund 3,8 Mio. Euro.

Die Initiative ist nicht gegen Fiaker gerichtet, wie betont wird. Diese sollten keine “Sündenböcke” sein. Laut Bezirkschefin Stenzel gehören Fiaker zu Wien wie die Lipizzaner und die Sängerknaben. Der Test mit den Kunststoffbeschlägen sei vielmehr ein Versuch, der Stadt Geld zu sparen.

Grunz! Sage ich da nur und was kommt als nächstes?

Quelle:

Kurier.at

Ikea, duldet keinen inoffiziellen Markenkult

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Ikea-Hacker entdecke die Möglichkeiten. Den Werbeslogan des schwedischen Möbelkonzerns Ikea nahmen die Ikeahacker wörtlich: und bastelten sich aus den Produkten des Unternehmens einfach etwas Neues. Manuela zum Beispiel baute sich aus dem Kindersessel “PS Lömsk” und einigen Rollstuhlteilen einen fahrbaren Wagen für ihren Hund. Und Tom verwendete das Holzgitter “Molger”, um sein Waschbecken abzudecken.

Zu sehen waren Basteleien wie diese auf der Internetseite Ikeahacker.de, einem Blog, in dem Tüftler wie Manuela oder Tom ihre Ideen vorstellten. Damit ist seit gestern Schluss. Der Betreiber der Webseite, Thomas Meyer, hat sein Blog aus dem Netz genommen - um einen Rechtsstreit mit Ikea zu vermeiden.

 

Der Möbelkonzern sieht vor allem im Namen von Meyers Webseite eine Verletzung seiner Markenrechte. Ikeahacker und Ikea, das ist dem Konzern zu ähnlich. Diesen Ärger wollte Meyer von Anfang an aus dem Weg gehen. Deswegen habe er sich zwei Mal per Mail an Ikea gewandt, um herauszufinden, ob das Möbelhaus Einwände habe. “Als keine Antwort kam, dachte ich mir: Stillschweigen gleich Zustimmung”, sagt der 44-Jährige, der hauptberuflich in einer Wiesbadener Mediaagentur arbeitet.Aber da hatte er sich geirrt. Nachdem über Ikeahacker.de mehrfach in Zeitungen und im Fernsehen berichtet worden war, wurde Ikea auf das Blog aufmerksam - Monate nach dem Start der Webseite. “Wir hätten niemals dafür eine Genehmigung erteilt”, sagt Ikea-Pressesprecher Andreas Jantke, “Wir wollen nicht, dass unsere Marke beschädigt wird.” Dass Ikeahacker.de positive Effekte für das Unternehmen haben könnte, hat für ihn keine Bedeutung: “Wenn wir das tolerieren würden, wie sollten wir dann mit Nachahmern umgehen?”, sagt Jantke. Gegen Webseiten über Ikea sei zwar nichts einzuwenden - aber nur so lange weder Namen, Schriftzug, Logo noch Presse-Bilder von Produkten verwendet würden.

Der Fall “Meyer” wird Konsequenzen haben: und zwar für Ikeahacker.blogspot.com, dem amerikanischen Pendant von Meyers deutscher Internetseite. Seit 2006 präsentieren amerikanische Bastler auf Ikeahacker.blogspot.com ihre Ideen. “Ich gehe davon aus, dass es damit nicht mehr so weiter gehen kann wie bisher”, sagt Ikea-Sprecher Jantke. “Meine amerikanischen Kollegen werden sich um die Seite kümmern.”

Dabei dürften sie noch auf eine weitere Webseite stoßen: Ikeafans.com, die laut eigenen Angaben größte Online-Community von Ikea-Fans, arbeitet inzwischen eng mit Ikeahacker.blogspot.com zusammen. Ikeafans.com ist ein Forum mit 12 000 eingetragenen Mitgliedern, das mehr als einhundert Blogs rund um Ikea bietet - ergänzt um Fotos, ein Glossar und vieles mehr.

Seitdem sich Ikea bei ihm gemeldet hat, ist für Thomas Meyer das Abenteuer vorbei. Er mag nicht mehr, will jeden Rechtsstreit vermeiden. Bis zu 300 Seitenaufrufe täglich habe Ikeahacker.de gehabt. Dass er die Seite vom Netz nehmen müsse, sei eine Enttäuschung, nach all der Zeit und Arbeit, die er in das Projekt gesteckt habe. Weitermachen mit anderem Namen? Nach dem Medienecho ist Ikeahacker.de für Meyer zu bekannt, um den Titel zu ändern.

Meyer kann Ikeas Entscheidung nicht nachvollziehen, auch wenn sie rechtlich einwandfrei sein sollte: “Das war doch eigentlich eine Art Werbung für Ikea.” Andere Firmen wie etwa der Computerhersteller Apple würden mit ähnlichen Seiten nicht so strikt umgehen. Und die Nutzer von Ikeahacker.de? Die zeigten in ihren letzten Kommentaren auf der Seite viel Verständnis für Meyers Schritt - und wenig für den von Ikea.